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Auf Bora Bora weht es immer noch kräftig und die Seglergemeinde wird ungeduldig. Viele wollten längst unterwegs sein, wir auch. Unser nächstes Ziel, das Atoll Suwarrow, liegt auf dem direkten Weg nach Samoa und ist 660 sm entfernt.
Am 6.8.08 laufen wir morgens aus Bora Bora aus. Kurz vor uns sind die Moony und die Kira von Celle mit dem gleichen Ziel gestartet. Nach der Prognose sollte der Wind am nächsten Tag nachlassen und dann überwiegend schwach bleiben.
Gleich nach dem Pass rollen wir die Genua aus. Doch der Wind ist viel schwächer als vorhergesagt, wir gleiten nur langsam dahin. Mehrmals setzen wir auch die Maschine ein. Am nächsten Tag zeigen die Prognosen ein vollkommen neues Bild: es soll günstigen Segelwind geben.
Mit der Moony und der Kira von Celle sind wir in regelmäßigem Funkkontakt über Kurzwelle. Hauptthema ist immer das Wetter auf den jeweiligen Positionen. Inzwischen haben wir einen Südwind, der uns unter Groß und Genua genügend Fahrt in Richtung Suwarrow beschert. Doch allmählich dreht der Wind auf Südost und nimmt ständig zu. Wir laufen nur noch unter stark gereffter Genua. Am späten Nachmittag erreicht der Wind 30 kn und es beginnt heftig zu regnen. Wir machen alle Schotten dicht und werfen nur ab und zu einen kurzen Blick nach draußen. Dabei sehen wir Wellen von 5 bis 6 m Höhe. So hohe Wellen hatten wir bislang noch nie. Doch unser Windpilot steuert zuverlässig, nur bei den Talfahrten weicht er manchmal sehr stark vom Kurs ab. Nachts steigen mehrmals Wellen ins Cockpit ein. Aber es kommt nur wenig Wasser über, das schnell wieder abfließt.
Wir fragen uns mal wieder, wie dieser Ozean zu seinem Namen gekommen ist: Pazifischer Ozean, Stiller Ozean. Friedlich und still haben wir ihn eigentlich nur von Panama bis Galapagos erlebt, zeitweise auch auf dem Weg zu den Marquesas. Danach gab es fast immer hohe Wellen und oft starken Wind mit viel Regen. Das ist wohl nicht immer so gewesen. Jedenfalls wäre die Geschichte der Bounty bei diesen Wetterbedingungen anders ausgegangen. Captain Bligh hätte mit seinem kleinen Boot nie Land erreicht und die Meuterer wären nicht verfolgt worden.
Im Laufe des Tages nimmt der Wind etwas ab, aber die Wellen bleiben unangenehm hoch. Wir stellen die Genua so ein, dass wir 6,5 kn Fahrt machen. Bei dieser Fahrt sollten wir in zwei Tagen Suwarrow erreichen. Wenn wir die Geschwindigkeit nicht halten können, müssen wir eine weitere Nacht auf See verbringen. Denn nachts kann man nicht in das Atoll einlaufen.
Auch am nächsten Tag nimmt der Wind weiter ab. Jetzt wird es knapp, aber notfalls können wir die Maschine einsetzen, um Suwarrow bei Tageslicht zu erreichen. Gegen 16 Uhr ist ein schmaler Landstreifen in Sicht. Eine Stunde später fahren wir durch den Pass in das Atoll und kurz darauf ankern wir hinter Anchorage Island. Das ist die Insel, auf der der Neuseeländer Tom Neale mehr als 15 Jahre als Einsiedler lebte.
Morgens läuft auch die Moony ein. Sie musste nachts die Fahrt reduzieren, um bei Tageslicht anzukommen. Die Kira von Celle hat ihre Pläne geändert und ist weiter nach Samoa gefahren. Insgesamt ankern jetzt fünf Schiffe hinter Tom Neales Trauminsel.
„Südsee-Trauminsel“ heißt die deutsche Übersetzung des Buchs, das Tom Neale über das Leben auf der Insel geschrieben hat. In den 60er Jahren war das Buch ein Südsee-Klassiker, weil es der Sehnsucht der Zivilisationsmüden entsprach. Für viele Segler ist Suwarrow heute noch eine Art Wallfahrtsort.
Suwarrow gehört zu den Cook-Inseln und damit zu Neuseeland. In den Sommermonaten lebt ein Ranger mit seiner Familie auf der Insel und nimmt dabei die hoheitlichen Aufgaben war. Das heißt auch auf diesem einsamen Atoll müssen wir erst einmal einklarieren.
Wir fahren mit unserem Schlauchboot an die kleine Mole und gehen an Land. Es ist wirklich eine Trauminsel: weißer Sandstrand, Palmen und zwei kleine Häuschen. Auf dem Weg zu den Häusern kommen wir an einer Büste Tom Neales vorbei. Gleich danach werden wir von Veronica, der Frau des Rangers, freundlich begrüßt. Nach und nach kommen auch ihre vier Söhne (Jeremia, Jonathan,und Zwillinge Augustin und Giovanni) hinzu. Wir nehmen auf der Terasse des zweistöckigen Ranger-Hauses Platz. Veronica trägt unsere Daten in ein großes Buch ein. Damit sind wir offiziell in die Cook-Inseln einklariert. Schließlich taucht auch der Ranger John auf. Wir unterhalten uns über ihr Leben auf der Insel und die besuchenden Yachten. Jährlich suchen etwa 100 Yachten das entlegene Atoll auf.
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Büste Tom Neales |
Veronica bei Unterricht |
Am nächsten Morgen wandern wir mit Denise und Wolfgang über die Insel, die 800 m lang und bis zu 300 m breit ist. Den schönen Sandstrand mit Palmen gibt es allerdings nur auf der Westseite. Die Ostseite ist felsig und windig. Wilma und Denise vereinbaren mit Veronica ein Barbecue für den Nachmittag.
Inzwischen weht es wieder kräftig, und es gibt kurze Regenschauer. Deshalb findet das Barbecue nicht am Strand, sondern vor dem Ranger-Haus statt. Die Yachten (Cloud 9, Moony, Aquila) bringen Salate, Nachtisch und Getränke mit. Die Ranger liefern Fisch, Pfannkuchen aus Kokosnüssen und andere Leckereien. Den Fisch (Grouper) hat John kurz vorher mit seinen Söhnen gefangen. Er wird gegrillt und gebacken serviert. Beide Varianten und die Pfannkuchen schmecken hervorragend.
Es ist eine gesellige Runde und John erzählt uns viel über Suwarrow und das Leben auf den Cook-Inseln. Tom Neale bewundert er nicht, aber ohne ihn würde kaum jemand das Atoll besuchen. Bei Sonnenuntergang fahren wir zurück zu unseren Schiffen. Wir sind beeindruckt von den Menschen und ihrer kleinen Insel.
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Palmenliege |
John beim Grillen |
Am nächsten Morgen verlassen wir und die Moony Suwarrow in Richtung Samoa. Die Ranger-Familie steht winkend am Strand, einer der Söhne bläst auf einer Conch (Muschel). Diese Insel kann man nicht vergessen.
Im Pass schiebt uns ein Strom von 3 kn nach draußen. Der Strom erzeugt steile Wellen, die aber nicht sehr hoch sind. Der Wind ist so schwach, dass wir zeitweilig mit Maschine fahren müssen. Nachmittags nimmt der Wind zu und wir können mit guter Fahrt nach Westen segeln. Am nächsten Tag weht es wieder mit mehr als 20 kn und die Wellen werden unangenehm hoch. Nach zwei Tagen nimmt der Wind mehr und mehr ab und es wird klar, dass wir Pago Pago nicht bei Tageslicht erreichen können. Die Moony liegt vor uns und will in Pago Pago noch vor Sonnenuntergang einlaufen. Wir segeln langsam dahin, müssen dann schließlich doch die Maschine starten.
Die Einfahrt nach Pago Pago ist betonnt, aber wir finden in der Dunkelheit die erste Tonne nicht. Später fahren wir dicht an der Tonne vorbei, ihr Licht ist ausgefallen. Nun wissen wir, dass unsere elektronischen Seekarten nicht stimmen. Obwohl wir nach der Karte mitten in der breiten Einfahrt sind, liegt dicht neben uns ein brandendes Riff, und unser Echolot zeigt mehrmals Untiefen an, die es hier nicht geben kann. Sehr langsam fahren wir durch den großen Naturhafen an das Ende der Bucht. Kurz nach Mitternacht haben wir nach 440 sm das Ankerfeld erreicht und können erleichtert den Anker fallen lassen.
Zusammen mit Denise und Wolfgang gehen wir morgens zum Einklarieren. Die Wege sind lang, aber die Prozeduren sind einfach und die Menschen sehr freundlich. Nach unserem USA-Visum, das man nach den Einreisebestimmungen braucht, fragt niemand.
Pago Pago gefällt uns von Anfang an ganz gut. Die Strassen, Anlagen und Gebäude sind gepflegt, es gibt viele Geschäfte und die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Viele Männer tragen Röcke, auch die Polizisten, und sind sehr füllig. Bei den Frauen ist es allerdings ähnlich. In den bunten Holzbussen kommen viele Reisende mit einem Sitzplatz nicht aus.
Auch die Preise gefallen uns auf American Samoa gut. Vieles kostet nur noch ein Bruchteil von dem, was wir vor kurzem noch in Französisch Polynesien dafür zahlen mussten. Mittags gehen wir deshalb immer Essen, weil sich das Kochen an Bord bei den Preisen einfach nicht lohnt. Leider weht seit Tagen ein starker Wind und erzeugt hohe Wellen in der langen Bucht. Jede Fahrt mit dem Schlauchboot an Land ist deshalb mit einer kleinen Salzwasserdusche verbunden. Manchmal kommt auch noch Süßwasser von oben hinzu.
Neben der Versorgung mit Lebensmitteln ist uns hier die Füllung unserer leeren Gasflasche wichtig. Außerdem möchte ich Adapter beschaffen, die es erlauben, unsere europäischen Flaschen durch amerikanische Flaschen zu füllen (Schwerkraftfüllung). Bei dem ersten Besuch der Gasfirma stellt sich heraus, dass unsere Flaschen mit ihren Einrichtungen nicht gefüllt werden können. Es gelingt mir dann aber, mit vorhandenen und gekauften Teilen einen Anschluss zu schaffen, über den unsere Flasche gefüllt werden kann. Schließlich bekommen wir bei der Gasfirma noch einen Adapter für unsere amerikanische Flasche, über den wir unsere europäischen Flaschen aus der amerikanischen Flasche füllen können. Damit dürfte unser leidiges Gasproblem endgültig gelöst sein.
Es bläst jeden Tag mit 20 kn, in Böen bis zu 30 kn. Die Treffen mit Denise und Wolfgang finden immer auf der Aquila statt, weil die Moony das größere Schlauchboot hat, in dem man bei den hohen Wellen nicht ganz so nass wird Wir sehen uns mehrere Filme (DVD) an. Strom gibt es bei diesem Wind im Überfluss.
Mit einem Leihwagen erkunden wir Tutuila, die Hauptinsel American Samoas. Ungefähr 60000 Menschen leben auf dieser Insel. Haupterwerbszweig ist das Fangen und Eindosen von Thunfisch. Tourismus gibt es auf der Insel praktisch nicht. Viele Menschen leben wohl ohnehin nur von dem, was ihnen die Natur kostenlos bietet. Aber es gibt auch Ansätze zur Tourismusförderung. So zeigen Frauen in der Stadt im Auftrag einer Tourismusbehörde das traditionelle Flechten von Matten.
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Holzbus auf Samoa |
Flechten von Matten |
Wir fahren zuerst in den Ostteil der Insel und besuchen die Orte Vatia und Sailele an der Nordküste. Die Strasse führt durch einen üppigen Regenwald und erlaubt herrliche Blicke auf tiefe Täler und das Meer. Beeindruckend sind für uns auch die Ortschaften mit den vielen Versammlungsstätten (Fale: offenes Gebäude, Dach auf Pfählen). Die Gärten sind oft mit bemalten Kokosnüssen oder Blumenschmuck zur Strasse abgetrennt.
Nachmittags fahren wir in den Westteil der Insel. Hier gibt es sogar einen Golfplatz und Wohngebiete mit einem höheren Standard. Die Strasse führt größtenteils am Meer entlang und endet in dem Ort Fagamalo. Der Ort besteht nur aus wenigen einfachen Häusern, besitzt aber eine große Kirche. Das ist nicht selten auf den pazifischen Inseln, aber hier ist es extrem.
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Bemalte Kokosnüsse vor Fale |
Strand im Westteil Samoas |
Unser nächstes Ziel, die Insel Niuatoputapu, ist etwas über 200 sm entfernt und liegt auf dem direkten Weg nach Fidschi. Niuatoputapu ist die nördlichste Insel Tongas. Wir laufen gegen 16 Uhr aus, um unser Ziel nach zwei Nächten sicher bei Tageslicht erreichen zu können. Der Wind ist günstig, aber auf dem offenen Meer erwarten uns hohe Wellen, die von der Seite anrollen. Gegen Morgen lassen die Wellen nach und wir segeln mit leichtem achterlichen Wind (15 kn) gemütlich nach Westen. In der Nacht ist der Wind so schwach, dass wir die Maschine einsetzen müssen.
Um 12 Uhr nähern wir uns der Einfahrt zur Lagune von Niuatoputapu. Der Pass ist sehr schmal und wir müssen uns genau an die Peilung über zwei Baken halten. Nach wenigen Minuten liegt der Pass hinter uns wir können in ruhigem Wasser den Ankerplatz vor dem kleinen Ort Falehau ansteuern, wo bereits mehrere uns bekannte Schiffe liegen. Wir erfahren, dass die Behörden am nächsten Tag die neu eingelaufenen Schiffe (Malaika, Iris, Aquila) besuchen wollen.
Kurz vor Mittag steht die vierköpfige Mannschaft von Customs, Immigration, Agriculture und Health an der Pier und wartet auf den Transfer zu den Schiffen. Ein eigenes Boot oder ein Funkgerät haben sie nicht. Chris von der Malaika holt sie ab und bringt sie später auch zu uns. Wir verwöhnen die beiden Damen und Herren mit kleinen Snacks und Getränken. Nach einer halben Stunde sind alle Formulare ausgefüllt und auch die nachgelieferten Snacks aufgegessen. Chris übernimmt wieder den Transfer und wir können später mit dem Behörden-Van in den Hauptort Vaipoa fahren, um unsere Gebühren zu bezahlen. Dazu müssen wir zuerst Pa’angas erstehen, die nationale Währung Tongas.
Mit dem eingetauschten Geld besuchen wir die beiden kleinen Läden des Ortes. Die wenigen angebotenen Waren sind auf Kisten und Kartons ausgebreitet. Wir finden einige brauchbare Konserven, die preisgünstig und, wie sich später herausstellt, sehr gut sind. Kühltruhen sucht man in diesen Läden vergebens, denn es gibt keinen Strom auf der Insel.
Niuatoputapu hat 1400 Einwohner (Tonga insgesamt 100000) und ist 18 km² groß. Der Hauptort Vaipoa ist als solcher nicht zu erkennen, denn es gibt keinen Ortskern. Die einfachen Häuser und Hütten sind weit verstreut. Vor einigen Häusern stehen alte Autos, Hühner und Schweine haben dagegen alle. Schweine und Hühner treffen wir auch freilaufend mitten im Wald und am Strand.
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Laden in Niuataputopu |
Schweine im Ort |
In Falehau kommen wir mit zwei Frauen ins Gespräch. Sie zeigen uns in ihrem Haus die Herstellung von Matten aus bastähnlichem Material. Diese Matten, die auch von Männern und Frauen als Rock getragen werden, sind die einzige Einnahmequelle der Einwohner von Niuatoputapu. Wir erfahren noch mehr über das Leben auf dieser Insel und bekommen zum Abschied Bananen und Papayas geschenkt.
Inzwischen sind die schweizerischen Schiffe Shiva und Brio angekommen und mit ihnen schlechtes Wetter. Es weht mit über 20 kn und regnet häufig. Als es an einem Tag etwas besser ist, laden die Behörden alle ankernden Schiffe zu einem Picknick auf einer kleinen Insel in der Nähe des Ankerplatzes ein. Das Picknick war schon einmal wegen schlechten Wetters verschoben worden. Marianne und Jürg von der Brio nehmen uns in ihrem großen Schlauchboot mit zu der Insel. Wir sind überrascht, was uns die freundlichen Insulaner hier anbieten. Es gibt zwei Spanferkel, gegrillten und rohen eingelegten Fisch mit Algen frisch vom Riff, Hähnchen in verschiedenen Soßen, Corned Beef in Taoblättern in Kokosmilch gegart, Bananen und verschiedene Knollen im Erdofen gebacken. Das alles bekommen wir kostenlos als Dank für den Besuch ihrer Insel. Soviel Gastfreundschaft erlebt man nur selten.
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Anprobe von Röcken |
Picknick auf Insel |
Als wir den Rückweg antreten wollen, weht uns ein kräftiger Wind entgegen. Ohne Unterstützung der einheimischen Männer käme hier keiner mehr weg. Sie stehen bis zum Hals im Wasser und halten die Schlauchboote bis der Motor läuft. Auch wir kommen so gut von den Korallen weg, aber dann wir es unangenehm. Die Wellen sind so hoch, dass sie uns ins Gesicht schlagen. Wilma schöpft laufend Wasser. Nach einer halben Stunde haben wir die nasse Fahrt hinter uns und steigen erleichtert auf unser Schiff um. Mittlerweile bläst es mit 30 kn.
Als der Wind nach zwei Tagen nachgelassen hat, wandern wir nach Vaipoa zum Ausklarieren. Die Damen von Immigration verabschieden sich von uns mit zwei riesigen Papayas, und später schenkt uns ein junger Mann zwei Kokosnüsse, die er gerade von einer Palme geholt hat. Dann begleiten uns wieder einige Kinder, natürlich auch mit dem Hintergedanken, einige Lollis zu bekommen.
Abends sind die Crews der Shiva (Lilian und Rudy) und der Brio (Marianne und Jürg) an Bord der Aquila. Eigentlich wollen wir uns verabschieden. Aber nach einem Gewitter mit nachfolgendem Starkwind (25-30 kn) bezweifeln wir, dass es sinnvoll ist auszulaufen, obwohl die meisten Schiffe den Ankerplatz bereits verlassen haben.
Wir bleiben in Niuatoputapu und ich mache einige Wartungs- und Kontrollarbeiten. Dabei muss ich feststellen, dass ein Impellerflügel abgerissen ist. Genau 400 Stunden hat der Impeller gehalten. Das ist nicht schlecht, aber immer noch zu wenig. Ich baue einen neuen Impeller ein und starte damit einen neuen Test.
Nachmittags kommen zwei Schiffe (Sapristi, Matahari) zurück, die am Vortag in Richtung Vau Vau ausgelaufen sind. Bei beiden ist in den hohen Wellen der Autopilot ausgefallen. Über Funk erfahren wir, dass es ein amerikanisches Schiff (Iris) noch schlimmer getroffen hat. Bei 50 kn Wind und 6 m hohen Wellen sind ein GPS-Empfänger und ein PC ausgefallen und das Bimini und die Sprayhood stark beschädigt worden. Dieses Wettergeschehen wird in den Rechenmodellen, deren Ergebnisse wir über Kurzwelle mittels Pactor beziehen, praktisch nicht dargestellt. Wir werden uns in Zukunft noch mehr um zusätzliche Wetterinformationen bemühen müssen.