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In Trinidad treffen wir fast alle Bekannten und Freunde wieder, nur die Daddeldu ist bereits Richtung Westen abreist. Wir möchten ihnen schnell folgen, müssen aber zuerst unsere defekte Batterie ersetzen. Nach dem Vergleich aller Möglichkeiten, entscheide ich mich für zwei wartungsfreie LKW-Batterien (AC Delco, 150 Ah), die fast genau in den bisherigen Raum und die vorhandene Halterung passen und wieder parallel betrieben werden. Viel schlechter als die teuren Boots-Batterien, die nur zwei Jahre gehalten haben, werden sie hoffentlich auch nicht sein.
Nachdem wir uns ausreichend versorgt haben, u. a. mit Diesel für 0,19 EUR/Liter, fahren wir am 27.11. nachmittags zum Ausklarieren. Unsere Idee ist, am nächsten Tag nachmittags von der Scotland Bay aus Trinidad zu verlassen. Die Immigration-Stelle akzeptiert die entsprechenden Eintragungen in den Formularen, aber ein unfreundlicher Zoll-Beamter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Er behauptet, wir müssten nach dem Ausklarieren sofort das Land verlassen, obwohl man nach internationalem Recht dazu 24 Stunden Zeit hat. Alles Schimpfen und Fluchen hilft nichts, wir verlassen ohne auszuklarieren das Büro und fahren in die Scotland Bay.
Am nächsten Tag fahren wir mittags zurück nach Chaguaramas, um auch beim Zoll auszuklarieren. Eine dunkle Wolkenfront zieht auf und es beginnt zu blitzen. Dann setzt ein Regen ein, wie wir ihn noch nie erlebt haben. Die Sicht beträgt nur wenige Meter und es bläst es mit 30 kn. Als Brillenträger am Steuerrad kann ich kein Instrument ablesen. Wir tasten uns langsam an den ankernden Schiffen vorbei und fahren an den Rand des Ankerfeldes. Langsam lassen Wind und Regen nach und wir können an einer freien Boje festmachen. Bevor wir zum Zoll fahren können, müssen wir zuerst unser Schlauchboot auspumpen. So voll war es noch nie.
Beim Zoll treffen wir auf einen freundlichen Beamten und haben in wenigen Minuten ausklariert. Kurz vor 15 Uhr legen wir ab und fahren an der Scotland Bay vorbei Richtung Norden. Unser Ziel ist Los Testigos, eine kleine Inselgruppe, die zu Venezuela gehört. Wegen der Piratengefahr an der Küste Venezuelas fahren wir zuerst 20 sm nach Norden bevor wir Kurs auf Los Testigos nehmen. Der Wind ist schwach, aber die Wellen sind unangenehm hoch. Bei Sonnenuntergang setzen wir Segel und gleiten in die Nacht. Wegen der Piratengefahr fahren wir ohne Licht, aber mit Radar. Wenn uns nicht ein Strom von 2 kn schieben würde, kämen wir bei dem schwachen achterlichen Wind nur langsam voran. Gegen 4 Uhr nähert sich uns ein unbeleuchtetes Objekt langsam von hinten, das zeigt jedenfalls unser Radar-Gerät an. Wir bereiten uns auf den ersten Piratenangriff vor. Die Vorbereitungen nehmen einige Zeit in Anspruch, und danach ist das unbeleuchtete Objekt auf dem Radarschirm wieder verschwunden.
Gegen 8 Uhr erreichen wir Los Testigos und ankern vor der Isla Iguana Grande, wo man sich bei der Polizeistation melden soll. Die Polizisten sind sehr freundlich und erteilen uns eine Aufenthaltserlaubnis für drei Tage. Dann fahren wir zur gegenüber liegenden Insel Testigo Grande und ankern dort vor dem kleinen Ort Tamarindo. Die offenen Hütten und die Hängematten erinnern uns etwas an die Pfahlbauten im Orinocco. Aber der Palmenstrand mit dem weißen Sand ist doch nicht mit dem Orinoco-Ufer zu vergleichen. Sehr interessant sind auch die vielen Fregattvögel und Pelikane am Ankerplatz. Ihre Flug- und Fangtechnik ist sehr unterschiedlich, aber in beiden Fällen faszinierend
Los Testigos hat insgesamt 160 Einwohner, die ausschließlich vom Fischfang leben. Viele Segler schwärmen von dieser einsamen Inselgruppe. Wir sind, auch wegen des etwas verunreinigten Strandes, nicht ganz so begeistert.
Am zweiten Tag fahren wir mit dem Schlauchboot in Richtung der großen Sanddünen, die auf der Ostseite der Insel liegen. Mit Hilfe von Fischern finden wir schließlich den Weg zu den Dünen. Der Weg durch Gestrüpp, über große Steine und vorbei an stacheligen Kakteen ist mühsam, aber auch interessant. Dann kommt der weiße Sand der Dünen und der lange Strand mit den anrauschenden Wellen an der Ostküste. Der Strand ist übersäht mit unendlich vielen Muscheln und vielem Strandgut.
Am 1.12. verlassen wir kurz vor Sonnenaufgang Los Testigos in Richtung Margarita. Der achterliche Wind ist schwach, aber mit Hilfe der Strömung sind wir kurz nach 14 Uhr am Punto Moreno, der Einfahrt zur Bucht von Porlamar. Ich hole die Angel ein und spüre plötzlich einen starken Widerstand. Tatsächlich, wir haben unseren ersten Fisch mit der Schleppangel gefangen, eine Makrele, etwa 35 cm lang. Nach mehr als 10 Angeltagen war das wirklich fällig. Wilma ertränkt den Fisch mit reinem Alkohol. Diese bei den Seglern übliche Methode ist für die Tiere bestimmt nicht der grausamste Tod.
Gegen 15 Uhr fällt der Anker in der Bucht von Porlamar. Schon bei der Einfahrt sehen wir die Daddeldu. Marianne und Reinhard besuchen uns gleich und informieren uns über die wichtigsten Gegebenheiten. Den Abend geniessen wir in einem Restaurant am Strand.
Polarmar gilt unter den Seglern als Einkaufparadies und hat entsprechend großes ist das Ankerfeld. Viele Dienstleistungen laufen über die Marina Juan, die allerdings nur aus einem bewachten Steg für Beiboote und einem Büro mit kleinem Laden besteht. Diesel soll für wenige Cent ans Boot geliefert werden. Nur an diesem Wochenende ist alles anders, es ist nämlich Wahl. In den Supermärkten der Stadt ist am Samstag Hochbetrieb. Einige befürchten Unruhen im Zusammenhang mit den Wahlen und decken sich entsprechend ein. Alkohol gibt es allerdings wegen der Wahlen nicht.
Ankerbucht bei Juangriego, Margarita
Der Wahlsonntag geht friedlich vorüber, wohl deshalb weil Chaves schnell als klarer Sieger feststeht. Die Schüsse, die man immer wieder hört, sind wohl nur Freudenfeuer. Der Montag ist eigentlich ein normaler Arbeitstag, aber das Dieselboot kommt wieder nicht. Wir bringen unsere Papiere und Pässe zu Juan, der uns für 60 USD das Einklarieren abnimmt.
Dienstag machen wir zusammen mit Marianne und Reinhard eine Inselrundfahrt. Das Auto unseres Fahrers Pablo ist klein, alt und klapprig. Da sich nicht mehr alle Türen öffnen lassen, ist das Ein- und Aussteigen etwas beschwerlich. Aber Pablo ist ein guter Führer. Er führt uns auf der Strecke über Pamptar, La Asuncion, Santa Anna, Juangriego und Boca del Rio in mehrere Kirchen, Festungsanlagen und Museen. Abschluss und Höhepunkt ist das Marine-Museum in Boca del Rio, mit einem sehenswerten Aquarium.
Abends kommt dann doch noch das Dieselboot. Wir tanken voll für umgerechnet 0,08 EUR pro Liter. Danach besuchen uns Bärbel und Karlheinz von der Dolphin, die am Montag hier eingetroffen sind.
Am nächsten Tag fahren wir noch einmal zu einem großen Supermarkt und decken uns ausreichend mit Lebensmittel und Getränken ein. Unser nächstes Ziel ist die etwa 100 sm entfernte Insel Tortuga. Bei dieser Entfernung bietet sich wieder ein Nachttörn an. Man könnte Tortuga von der Westküste Margaritas auch mit einem Tagestörn erreichen, aber die Ankerlätze an der Westküste gelten als sehr unsicher. Also entschließen wir uns wieder für einen Nachttörn, denn ein fahrendes Schiff ist nicht so leicht zu überfallen wie ein ankerndes Schiff.
Gegen 16 Uhr brechen wir zusammen mit der Daddeldu in Polarmar auf. Bei 20 kn achterlichem Wind fahren wir nur mit der Genua an der Südküste Margaritas entlang in die Nacht. Aus Sicherheitsgründen fahren wir wieder ohne Licht, aber mit Radar. Ein offenbar unbeleuchtetes Schiff fährt einen ähnlichen Kurs, bleibt aber nach einiger Zeit hinter uns. Mit der Daddeldu sind wir über Funk in Kontakt, sehen können wir „Schwarzfahrer“ uns aber nicht.
Im Morgengrauen sind wir nördlich von Tortuga und kurz vor 9 Uhr ankern wir vor der kleinen Insel Cayo Herradura. Tortugo und die zugehörigen kleinen Inseln sind praktisch unbewohnt und ein gutes Tauch- und Schnorchelrevier. Ich muss hier allerdings mein Weltbild über die Präzision moderner Navigationsmittel korrigieren. Unsere elektronischen Seekarten (C-Map) weichen um 0,3 sm von der Wirklichkeit ab. Die Papierseekarten der Daddeldu sind allerdings auch nicht besser. Positiv ist, dass wir hier wieder, wie übrigens auch im Orinoco, mit RBGAN über Inmarsat ins Internet kommen.
Nach einem Tag verlassen wir Tortuga am 8.12 spät nachmittags in Richtung Los Roques. Bei fast halben Wind rauschen wir mit zwei Reffs im Groß und reduzierter Genua mit 7 kn Fahrt in die Nacht. Bis zu der schmalen Einfahrt (Boca de Sebastopol) an der Südwestseite von Los Roques sind es ungefähr 90 sm. Wenn wir bei gutem Tageslicht durch die Riffe fahren wollen, sind wir viel zu schnell. Noch vor 4 Uhr bergen wir das Großsegel und fahren nur mit der Genua langsamer weiter. Kurz nach sieben Uhr wagen wir unter Motor zusammen mit der Daddeldu die Einfahrt in das flache Wasser zwischen den Riffs. Die Seekarten stimmen auch hier nicht. Wir tasten uns auf Sicht und mit dem Echolot durch das flache Wasser und stellen bald fest, dass wir auf der falschen Seite des Innenriffs sind. Es gießt in Strömen und weht in Böen mit 30 kn. Wir versuchen unsere Position in der elektronischen Karte gedanklich zu korrigieren und übernehmen die Führung durch das Labyrinth. Es gibt unzählige flache Stellen, über die wir ganz langsam hinweg kriechen. Nach vier Stunden haben wir es endlich geschafft. In der Lagune von Francisquis finden wir einen sehr schönen und sicheren Ankerplatz.
Auf Francisquis gibt es einige Strandtouristen, die uns aber wenig stören. Wir genießen das klare Wasser am Ankerplatz und das Schnorcheln zwischen den bunten Fischen am Riff. Nachmittags bekommen wir Besuch von Sonia und Jeremy von der Moustache, die mit uns im Orinoco waren. Sie haben bis Curacao praktisch die gleiche Route und werden uns bestimmt noch häufiger begegnen.
Nach zwei Tagen zieht es uns weiter zu der 10 sm entfernten Insel Crasqui. Wir ankern vor dem langen Sandstrand in der Nähe einer kleinen Siedlung. Zum Schnorcheln ist der Ankerplatz nicht sehr gut geeignet, aber kann hier sehr gut Pelikane beobachten und Strandwaderungen unternehmen. Am zweiten Tag gehen wir mittags in das kleine Restaurant am Strand. Es gibt guten und preiswerten Fisch mit schmackhaften Beilagen.
Am Strand von Crasqui, Los Roques
Am 13.12. segeln wir morgens zusammen mit der Daddeldu weiter zu der kleinen Inselgruppe Aves de Barlavento. Die 40 sm sind bei dem üblichen Wind schnell geschafft. Langsam fahren über das flache Korallengebiet, denn die Seekarten stimmen hier auch wieder nicht. Kurz vor 16 Uhr ankern wir vor der Isla Sur im mittleren Bereich, nicht weit von der Moustache entfernt. Sonia und Jeremy kommen gleich zu einem Kurzbesuch.
Die Aves de Barlavento sind unbewohnt und gelten als Vogelparadies. Gleich am Morgen fahren wir zu den Mangroven, die hier in glasklarem Wasser auf Sandboden wachsen. Es gibt hier wirklich unzählige Vögel in den verschiedensten Arten und Farben. Die meisten sind sehr zutraulich und lassen uns bis auf wenige Meter herankommen. Wilma manövriert das Schlauchboot und ich konzentriere mich ganz auf das Filmen und Fotografieren. Im Gegensatz zu Wilma lasse ich mich von den diversen Insekten nicht ablenken. Zurück auf dem Schiff erkennen wir, dass wir von Stichen übersäht sind, die aber nicht besonders jucken.
Zutraulicher Vogel in Mangroven
Auch in dieser einsamen Gegend haben wir mit Inmarsat RBGAN guten Internetzugang, und morgens habe ich auch Erfolg mit einem alten Kommunikationsverfahren. Zum ersten Mal führe ich mit unserem KW-Funkgerät ein Gespräch über eine längere Distanz, und zwar mit der Morgi auf Martinique.
Am nächsten Morgen fahren wir weiter zu den Aves de Sotavento, eigentlich nur, weil unsere nächstes Ziel Bonaire in einer Tagesreise nicht zu schaffen ist. Nach einer halben Stunde Fahrt haben wir einen Fisch an der Angel, wieder eine Makrele, aber größer als die erste. Mittags erreichen wir unseren Ankerplatz bei der Isla Larga hinter einem Mangrovenwäldchen. Zum Essen gibt es frischen Fisch, der gerade gut für zwei Personen reicht. Unsere Freunde von der Daddeldu, die wieder neben uns ankern, können wir leider nicht dazu einladen.
Abends beginnen unsere Insektenstiche vom Vortag furchtbar zu brennen. Wilma hat ungefähr 300 Stiche, ich vielleicht 100. Wir probieren alle verfügbaren Salben aus und nehmen Schmerztabletten. Die Wirkung ist minimal, dieses Problem müssen wir wohl oder übel einfach aussitzen und ausschlafen. Es ist eine furchtbare Nacht mit wenig Schlaf.
Morgens um 7 Uhr lichten wir Anker und fahren wieder vorsichtig aus dem flachen Korallengebiet heraus. Obwohl unsere elektronischen Seekarten auch hier nicht stimmen, ist die Fahrt zurück nicht schwierig, weil wir einfach den gespeicherten Weg zurück fahren können. Bei 10 bis 15 Kn achterlichem Wind nähern wir uns langsam Bonaire. Kurz nach 16 Uhr können wir an einer Boje vor Kralendijk festmachen, Ankern ist hier zum Schutz der Korallen überall verboten. Bis zum Sonnenuntergang schaffen wir gerade noch die Einklarierungsprozedur beim Zoll und bei der Polizei.
Bonaire gehört zu den Niederländischen Antillen und gilt als Taucherparadies. Die Häuser und Strassen erinnern sehr an Holland, sind aber etwas bunter. Die Niederländischen Antillen haben eine eigene Währung (NAf), die fest an den Dollar (USD) gebunden ist. Der Dollar ist gleichwertiges Zahlungsmittel und auch sonst ist der amerikanische Einfluss überall spürbar.
Die erste Nacht auf Bonaire ist etwas unruhig wegen der lauten Musik aus Karel’s Bar. Trotzdem gehen wir am nächsten Morgen früh mit der Schnorchelausrüstung ins Wasser. Wir sind überwältigt. So viele Fische in verschiedenen Arten, Formen und Farben haben wir noch nie gesehen, und das alles direkt an unserem Bojenplatz. Auch das Dingy Dock und die Stadt sind sehr nahe, hier kann man es aushalten.
Ich finde wieder ein WLAN, über das ich kostenlos ins Internet komme. Dabei gelingt es mir auch endlich, unsere Position so an Intermar (Verein segelnder Amateurfunker) zu senden, dass sie auf deren Internetseite automatisch in einer Karte erscheint. In Zukunft wird man auch auf unserer Internetseite immer sehen können, wo wir gerade sind und wie es dort aussieht (Google Earth).
Am dritten Tag nehmen wir uns zusammen mit Marianne und Reinhard einen Leihwagen, um die Insel zu erkunden. Unser Hauptziel ist der Washington Slagbaai National Park. Es ist eine eher trockene Landschaft mit vielen Kakteen und mehreren Salzseen. Die Strasse ist unbefestigt und teilweise sehr holprig, aber mit unserem japanischen Pick-up doch ganz gut zu befahren. Wir sehen viele pinkfarbene Flamingos in den Salzseen, einen großen Leguan, einige Papageien und unzählige Echsen in verschiedenen Farben. Bei der Mittagspause am Leuchtturm treffen wir mal wieder die Crew der Moustache, die hier ebenfalls mit Freunden unterwegs ist.
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Leguan vor der Flucht |
Echen bei Mittagspause |
Abends folgen wir gern Mariannes Einladung in ein Steakhaus, um ihren 60. Geburtstag gebührend ausklingen zu lassen. So große und gute Steaks haben wir lange nicht gegessen.
Am 21.12. segeln wir morgens früh weiter nach Curacao. Gegen 16 Uhr haben wir unser Ziel, die große geschlossene Lagune Spaanse Water, erreicht. Wir ankern in der Nähe der Sarifundy Marina, die zwar keine Liegeplätze hat aber einige Dienstleistungen für die ankernden Schiffe anbietet. Sie ist eigentlich mehr ein schwimmendes Restaurant.
Gleich am ersten Morgen fahren wir mit dem Bus nach Willemstad zum Einklarieren. Jede Insel der Niederländischen Antillen betrachtet sich offensichtlich als selbständigen Staat. Willemstad ist ein großes Industrie- und Handelszentrum in der Karibik. Das Stadtzentrum ist aber auch durch die großen Kreuzfahrtschiffe und den Tauchtourismus geprägt.
Willemstad, Curacao
Abends fahren wir wieder zu einem Geburtstagsessen an Land. In der Sarifundy Marina ist Wilma heute die Gastgeberin.
Den Heiligen Abend wollen wir eigentlich am Strand verbringen. Wegen des starken Windes verlegen wir die Feier dann auf unsere Aquila. Neben Marianne und Reinhard sind auch Sabine und Heinz von der Magic Life dabei, die wir von den Kapverden kennen. Marianne spielt ein Weihnachtslied auf der auf der Mundharmonika, ansonsten ist es nicht sehr weihnachtlich, aber trotzdem sehr schön.
Nach Weihnachten kaufe ich bei einem Bootsausrüster eine kleine Waschmaschine. Mir waren die Wege zu den Wäschereien zu lang und die Preise für das Waschen einfach zu hoch. Später sehen wir in der Stadt, dass die gleiche Maschine hier 30 % billiger verkauft wird.
Am 29.12. nehmen wir uns mit Marianne und Reinhard einen Leihwagen, um uns die Insel anzusehen und einiges einzukaufen. Seit Tagen versuchen wir vergeblich unsere europäischen Gasflaschen füllen zu lassen. Wir fahren vier verschieden Gasfüllstationen an, aber keine ist bereit oder in der Lage unserer Flaschen zu füllen. Wir geben auf und sehen uns noch etwas den Nordteil der Insel an. Besonders interessant ist auf dieser Fahrt der Besuch einer Tropfsteinhöhle, die von geflohenen Sklaven entdeckt wurde. Beeindruckend sind auch wieder die pinkfarbenen Flamingos und die Fahrt auf der großen Brücke über das Schottegat.
Flamimgos
Silvester feiern wir auf der Magic Life. Feuerwerke und Knallereien gibt es rundherum seit Tagen. Gegen 12 Uhr erreicht das Spektakel einen Höhepunkt, das schönste Feuerwerk kommt aber erst um 2 Uhr. Danach fahren wir nach einem schönen Abend auf unser Schiff zurück.
Der erste Tag im neuen Jahr ist auch gleichzeitig Reinhards Geburtstag. Deshalb sitzen die Crews der Daddeldu, der Magic Life und der Aquila an diesem Abend wieder in der Sarifundy Marina beim Abendessen und feiern den Ehrentag.